KS William Cochran
Tenor

Kammersänger William Cochran studierte an der Wesleyan University Connecticut, dann am Curtis Institute Philadelphia bei Martial Singer, in Kalifornien unter anderem bei Lauritz Melchior und Lotte Lehmann.

1968 gewann er einen Gesangeswettbewerb der New Yorker Metropolitan Oper, woraufhin er in der Saison 1968-69 dort auch auftrat. Er sang zu Beginn seiner Karriere 1969 an der San Francisco Opera den Froh im "Rheingold" von R. Wagner. Er trat an der Oper von Mexiko City auf und gab erfolgreiche Konzerte und Liederabende.

1970 kam er nach Europa und gastierte hier an der Oper Frankfurt a.M. und an der Münchner Staatsoper. Dabei spezialisierte er sich auf das heldische und das Wagner-Fach. Seit 1970 war er mehrmals zu Gast an der Staatsoper von Hamburg, wo er unter anderem den Laca in Janaceks "Jenufa" und den Max im "Freischütz" sang. Zu dieser Zeit war er ständiges Mitglied der Staatsoper Wien und der Oper Frankfurt a.M., wo er auch wohnte.

1974 sang er an der Covent Garden Oper London als erste Partie den Laca. An der Metropolitan Oper New York hörte man ihn in der Spielzeit 1984-85 als Bacchus in "Ariadne auf Naxos" von R. Strauss (als Partner von Jessye Norman). 1986 gastierte er an der Oper von Boston als Gregor in Janaceks "Sache Makropulos". Es folgten weitere Gastspiele an amerikanischen Opernhäusern. 1977 hörte man ihn in San Francisco als Tichon in Janaceks "Katja Kabanowa", 1983 in Frankfurt a.M. als Tom Rakewell in "The Rake's Progress" von Strawinsky. 1987 folgte ein Gastspiel am Théâtre de la Monnaie in Brüssel. An der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg wirkte er 1987 in Aufführungen der Oper "Die Gezeichneten" von F. Schreker mit.

Weitere Gastauftritte: 1988 am Théâtre des Champs Élysées Paris als Siegfried im "Nibelungenring", ebenfalls 1988 an der Opéra du Rhin Straßburg in "Die Soldaten" von B. A. Zimmermann, 1990 bei der Welsh Opera Cardiff in "Othello" von Verdi, 1992 beim Festival von Edinburgh als Aron in "Moses und Aron" von Schönberg (zuvor 1990 in Frankfurt a.M. gesungen), an der Grand Opéra Paris als Tichon, an der Deutschen Oper Berlin als Kardinal Albrecht in "Mathis der Maler" von Hindemith. In Düsseldorf und Brüssel sang er 1991 die Titelrolle im "Siegfried" (ebenso in München 1993), bei der English National Opera 1996 den Kurfürsten in H. W. Hinzes "Prinz von Homburg, 1993 in Frankfurt den Walther von Stolzing in "Die Meistersinger von Nürnberg", 1994 den "Peter Grimes" von B. Britten, in Düsseldorf 1995 den Tannhäuser, an der Oper von Antwerpen den Paul in "Die tote Stadt" von Korngold, 1996 am Teatro Bellini Cataniav den Tambourmajor in "Wozzeck".

Bekannt wurde er auch durch Fernseh- und Rundfunksendungen.

Schallplatten: Electrola-HMV (1. Akt "Die Walküre" zusammen mit Helga Dernesch und Hans Sotin; "Mathis der Maler" von Hindemith), DGG ("Doktor Faust" von Busoni), Philips (8. Sinfonie von G. Mahler), Marco Polo ("Die Gezeichneten"). Teldec-Video ("Die Soldaten"), Myto-Video ("Jenufa").



Virtueller Rundgang:

Statten Sie unserem Theater einen virtuellen Besuch ab