Elena Pankratova
Sopran

Elena Pankratova wurde in Yekaterinburg geboren und erhielt in ihrer Heimatstadt eine fundierte musikalische Ausbildung, zunächst als Pianistin und Chordirigentin. Ihr Diplom mit Auszeichnung als Opern und Konzertsängerin, sowie als Gesangspädagogin erhielt sie am Staatlichen St. Petersburger Konservatorium "N. A. Rimski-Korsakow" (Hochschule für Musik). Später rundete sie ihre Ausbildung bei Renata Scotto, Ingrid Kremling und Giovanna Canetti ab.

Ihr erstes Engagement bekam die junge Sängerin in Andrew Lloyd Webbers Erfolgsmusical "Das Phantom der Oper" in Hamburg. Sie nahm erfolgreich an internationalen Gesangswettbewerben teil und gewann eine Medaille beim "Maria Canals"-Wettbewerb in Barcelona, wurde Preisträgerin des "I Cestelli"-Gesangswettbewerbs in Hamburg und des "Vincenzo Bellini"-Wettbewerbs auf Sizilien.

Große Partien

Von 1996 bis 2000 war Elena Pankratova Ensemblemitglied des Staatstheaters Nürnberg, wo sie Partien wie Amelia in Verdis "Un Ballo in Maschera", Puccinis Tosca, Herzogin von Parma in Busonis "Doktor Faust", Ariadne in "Ariadne auf Naxos", Lady Billows in Brittens "Albert Hering" oder Contessa in Mozarts "Le Nozze di Figaro" sang.

Zahlreiche Gastspiele führten sie als Tosca nach Bridgewater Hall in Manchester, zu den Ludwigsburger Festspielen, an die Oper Frankfurt und das Staatstheater Stuttgart, sowie nach Innsbruck; als Leonora in Verdis "Il Trovatore" an das Staatstheater Stuttgart, Theater Dortmund, Theater Lübeck, zu den Eutiner Festspielen und nach Moskau; als Odabella in Verdis "Attila" an das Staatstheater Darmstadt; als Leonora in "La Forza del Destino" an das Staatstheater Cottbus, Nationaltheater Mannheim, an Theater Bremen und an die Berliner Staatsoper.

Ihr Rollendebüt als Abigaille in Verdis "Nabucco" gab Elena Pankratova an der Frankfurter Oper und feierte mit dieser Partie 2009 große Erfolge in Holland, u.a. in Rotterdam und Den Haag. In Basel debütierte sie als Elisabeth in Wagners "Tannhäuser", als Alice in Verdis "Falstaff", als Sopran-Solistin in Andreas Homokis Inszenierung von Verdis "Missa da Requiem", sowie als Bellinis Norma; später sang sie diese Partie in Düsseldorf, Kiel, Ulm und auf der Japan-Tournee des "Teatro Massimo V. Bellini di Catania".

Zu ihrem Repertoire gehören auch Operetten - so sang sie 2000 die Saffi in "Der Zigeunerbaron" von Johann Strauß beim weltgrößten Operettenfestival in Mörbisch (Österreich) und 2005 die Rosalinde in "Die Fledermaus" an der Alten Oper in Frankfurt am Main. 2006 debütierte sie als Gutrune und 3. Norn in Wagners "Götterdämmerung" in Mexiko. Als Senta in "Der fliegende Holländer" gab Elena Pankratova ein viel beachtetes Rollendebüt an der Frankfurter Oper; später sang sie diese Partie in Köln, am Staatstheater Mainz und 2008 beim Savonlinna Opera Festival in Finnland. Als Puccinis Turandot machte sie in Valencia auf sich aufmerksam.

Unter Zubin Mehta gab Elena Pankratova 2010 ihr fulminantes Rollendebüt als Färberin in "Die Frau ohne Schatten" von Richard Strauss beim Maggio Musicale Fiorentino. Eine gleichermaßen spektakuläre Resonanz fand ihre Interpretation derselben Partie an der Scala di Milano und am Teatro Colon Buenos Aires. Sie sang Tosca in Oslo und Alice/"Falstaff" in Buenos Aires. 2012 kehrte sie nach Florenz als Turandot zurück, dort sang sie ebenfalls mit großem Erfolg die Sieglinde/"Walküre". An der Mailänder Scala sang sie Odabella in"Attila". Elena Pankratova war als Färberin auch an die Covent Garden Opera und an die Bayerischen Staatsoper eingeladen und sang Elektra an der Semperoper Dresden.

Die Sopranistin arbeitete mit Dirigenten wie Kent Nagano, Ralf Weikert, Stefan Soltesz, Rudolf Bibl, Massimo Zanetti, Nicola Luisotti, Julia Jones, Marc Soustrot, Giuliano Carella, John Fiore und Axel Kober, sowie mit Regisseuren wie Tim Albery, Stefan Herheim, Carlus Padrissa, Claus Guth, Charles Roubaud und Dieter Kaegi zusammen.

Weitere Projekte

Weitere Projekte der Künstlerin sind u.a.:

Neuproduktion "Fidelio" in Genf, "Tosca" beim Savonlinna Festival, "Nabucco" am Liceo Barcelona, "Elektra"  mit der Bayrischen Staatsoper in Bukarest, "Turando" an der Bayerischen Staatsoper, am Teatro Real Madrid und an der Wiener Staatsoper, "Tannhäuser"/Venus und wiederum die Färberin in "Frau ohne Schatten" an der Bayerischen Staatsoper.

Im Abendprogramm:

150 Jahre Giacomo Puccini (2008): Lucia (frei nach den Opern La Boheme und Tosca) - Inszenierung und Gesang



Virtueller Rundgang:

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